

Pioniergeist in Stunde Null prägt Familienunternehmen
Kassel, 1945. Die Stadt liegt zu 75 Prozent in Trümmern. Inmitten dieser Verwüstung beginnen Kurt Hübner und sein Schwiegervater Georg Schellhas, aus dem Nichts etwas aufzubauen. Offiziell firmiert das Unternehmen als „Kurt Hübner, Handelsvertreter" – doch hinter dem nüchternen Namen steckt ein klarer Anspruch: Lösungen finden, wo andere nur Probleme sehen. Privatpersonen, Bergwerke, Zementwerke, Kraftwerke – wer ein Problem hat, bekommt eine Antwort.
Wenig Platz, viel Erfindergeist
Im Keller der Hauffstraße 14 im Kasseler Stadtteil Fasanenhof, mit wenig Platz und viel Erfindergeist, beginnt die Gummiproduktion – ein Werkstoff, der sich als ebenso vielseitig wie zukunftsträchtig erweisen wird. Am 1. Mai 1946 ist es so weit: HÜBNER wird offiziell gegründet.
Die Eröffnungsbilanz zeigt knapp 23.000 DM – eine Währung, die es erst seit wenigen Monaten gibt. Die Herausforderung könnte kaum größer sein. Der Wille auch nicht.

Reinhard und Margrit: Kinder des Firmengründers
Bis heute – HÜBNER ist und bleibt ein Familienunternehmen. Von klein auf waren Reinhard und Margrit dabei. Als Kinder von Kurt und Anne Hübner konnten sie die Entwicklung aus nächster Nähe verfolgen und prägten das Unternehmen im Laufe der Zeit immer stärker auch selbst.

Internationalisierung beginnt in Brasilien
Reinhard Hübner gründet den ersten Auslandsstandort 1979 in Brasilien. Die Internationalisierung nimmt von da an Fahrt auf. Nach dem Tod von Firmengründer Kurt Hübner übernimmt Reinhard Hübner 1985 die Geschäftsführung, aus der er sich 2014 zurückzieht und Vorsitzender des Beirats wird.

Ökologischer Bau noch heute wegweisend
Seine Schwester zieht es in die Wissenschaft als eine international renommierte und ausgezeichnete Architektin, Stadtplanerin und Ökologin. Dem von ihrem Vater gegründeten Unternehmen ist Prof. Dr. Margrit Kennedy bis zu ihrem Tod 2013 eng verbunden. Auf ihre Initiative hin entsteht das noch heute wegweisende Werk 2 am Stammsitz Kassel in ökologischer Bauweise mit den markanten Grasdächern.

Nächste Generation steigt ein
2025 steigt Nora Oberländer, die Enkeltochter von Margrit Kennedy, als 3. Generation in die Geschäftsführung ein, die sie gemeinsam mit ihren Kollegen Uwe Bittroff, Kai Mentel und Claus Schäfer bildet. Zuvor gehörte sie bereits über viele Jahre als Treuhänderin dem Beirat der HÜBNER-Gruppe sowie dem Beirat der Stiftung Hübner und Kennedy gGmbH an. Nach einem Jahr mit vielen neuen Erfahrungen, der Zuständigkeit für Digitalisierung und Strategie und Stationen an allen Standorten weltweit übernimmt Nora Oberländer innerhalb der Geschäftsführung zusätzlich die Verantwortung für den Geschäftsbereich Photonics.

