Validation:
Testverfahren für
Übergangssysteme

Prüfverfahren im Überblick

Je nach Projektumfang kommen unter anderem folgende Tests zum Einsatz:

Zur frühzeitigen Bewertung der technischen Machbarkeit werden CAD-basierte Bewegungsuntersuchungen durchgeführt. Kundenseitig definierte Bewegungspositionen werden in einem 3D-Bewegungsmodell simuliert, analysiert und dokumentiert.

Das Übergangssystem wird gemäß HÜBNER Zeichnung eingebaut und nach einem zuvor mit dem Kunden abgestimmten Testprogramm geprüft. Die simulierten Fahrzeugpositionen entsprechen realen Streckenbedingungen.

Geprüft werden unter anderem:

  • Freigang der Bauteile
  • unzulässige Verformungen
  • unzulässige Geräuschentwicklung
  • Beschädigungen
  • Spaltbildung
  • Personengefährdung

Normative Grundlage: EN 16286-1, Kapitel 9.2.

Der Dauertest simuliert die vereinbarte Lebensdauer des Übergangssystems. Die definierten Bewegungsabläufe werden zyklisch angefahren, um Funktion, Verschleiß und Dauerfestigkeit zu bewerten. Optional können reale Streckenbewegungen zuvor messtechnisch erfasst und in das Testprogramm integriert werden.

Normative Grundlage: EN 16286-1, Kapitel 9.7, Anhang C.

Zur Untersuchung der Drucksteifigkeit und Druckdichtigkeit wird das Übergangssystem in ein Druckprüfgestell eingebaut. Über- und Unterdrucksituationen – etwa bei Tunnelbegegnungen – werden simuliert. Nach Entlastung erfolgt die Prüfung auf signifikante bleibende Verformungen, Schäden sowie optional die Ermittlung des Druckabfalls.

Normative Grundlage: EN 16286-1, Kapitel 7.5.4 und 9.4.

Das Übergangssystem wird in einem Wasserprüfstand montiert und mit einer definierten Wassermenge beaufschlagt. Ziel ist der Nachweis der Dichtigkeit unter Umweltbedingungen.

Normative Grundlage: EN 16286-1, Kapitel 9.5.

Der Belastungstest dient dem Nachweis der mechanischen Steifigkeit. Je nach Anforderung wird das komplette Übergangssystem oder einzelne Komponenten wie Balg, Brücke oder Innenverkleidung geprüft.

Normative Grundlage: EN 16286-1, Kapitel 7.5.

Der Schalltest dient zur Ermittlung der Luftschalldämmeigenschaften von Übergangssystemen. Das System wird gemäß Zeichnung in einem Schallprüfstand montiert. Die Messung erfolgt in Übereinstimmung mit EN 16286-2 und EN ISO 10140-2.

Zusätzliche Nachweise erfolgen über FEM-Analysen und rechnerische Bewertungen, unter anderem für:

  • Festigkeitsnachweise von Brückensystemen
  • Schraubenauslegung
  • Gewichtsberechnungen
  • Nachweise zur thermischen Isolation

Relevante Normen: VDI 2230, EN 12663.

Die HÜBNER-Gruppe erfüllt die Anforderungen der EN 45545 sowie weiterer internationaler Brandschutznormen. Die eingesetzten Materialien werden regelmäßig geprüft und zertifiziert. Entsprechende Nachweise stellen wir projektspezifisch bereit. Zusätzliche Nachweise zum Durchbrandverhalten (Fire Barrier) können über externe, kundenspezifische Testaufbauten erfolgen.

Relevante Normen: EN 45545-3, EN 1363-1.

Beim Missile Impact Test wird ein definiertes Projektil mit vereinbarter Geschwindigkeit auf einen festgelegten Bereich des Übergangssystems geschossen. Ziel ist der Nachweis, dass potenzielle Fremdkörper das System nicht durchdringen können.

Normative Grundlage: GM/RT 2100.

An einem Prüfkörper, der die Außenkontur des Übergangs nachbildet, wird der Luftwiderstand gemessen. Dieser Test ist insbesondere für Hochgeschwindigkeits- und Vollbahnanwendungen relevant.

Ob Straßenbahn, Metro, Regional- oder Hochgeschwindigkeitszug:

HÜBNER bietet ein skalierbares Testportfolio für maximale Sicherheit und minimale Projektrisiken. Mit unserer Validierungskompetenz schaffen wir die Grundlage für zuverlässige Übergangssysteme – über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Kontakt

Maximilian Schäfer

Head of Sales BU Gangways | Mobility Rail
Tel. +49 561 998 1679
​​​​​​​Maximilian.Schaefer(@)hubner-group.com